Unsere Pressemitteilung zum Gedenkgang durch Duisburg am Tag der Befreiung

Gedenkgang (Foto: L*Ink-Art)

Zum Tag der Befreiung, dem Jahrestag der bedingungslosen Kapitulation der Streitkräfte des Hitler-Regimes am 08.05.1945, gedachten über 70 Personen in einem Rundgang durch die Duisburger Innenstadt denjenigen Opfern der nationalsozialistischen Verfolgung, für die die Befreiung zu spät kam. Im Laufe des Rundganges schlossen sich spontan weitere Menschen an. „Wir freuen uns über die rege Teilnahme“ sagte Ayleen Blum, Sprecherin der Antirassistischen Intervention Duisburg (ARI), „es ist wichtig, dass weder die Gräueltaten der Nazis vergessen werden, noch die Menschen, die sich ihnen tagtäglich entgegenstellten und dies nicht selten mit ihrem Leben bezahlten.“ An verschiedenen geschichtsträchtigen Stationen erfuhren die aufmerksam lauschenden Teilnehmenden interessante Fakten über Verfolgung und Widerstand in Duisburg während des Nationalsozialismus. Dazu aufgerufen hatten die Gruppen ARI und Autonome Jediritter. Continue reading

Geschichte verpflichtet! Aufruf zum 8. Mai

Am 8. Mai 1945 erklärte die deutsche Wehrmacht gegenüber den siegreichen Allierten und der Sowjetunion die bedingungslose Kapitulation.
Mit dem 8. Mai beendeten die Alliierten den deutschen Vernichtungskrieg, die industrielle Vernichtung von Jüdinnen und Juden in der Shoah und all die anderen Grausamkeiten der Deutschen gegen diejenigen, die nicht in die nationalsozialistische Volksgemeischaft gehören sollten oder wollten. Der 8. Mai als Ende der praktizierten Barbarei sollte somit nach wie vor ein Tag der Freude sein.
Zwar beendete der 8.Mai die staatlich manifestierte Herrschaft des Nationalsozialismus – keineswegs verschwand mit ihm jedoch die nationalsozialistische Ideologie von einem Tag auf den anderen. Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Nationalismus und völkisches Denken existierten weiter und existieren fort bis heute.
Es gibt aktuell prominente Forderungen, den Begriff des Völkischen wieder “positiv” zu besetzen, eine “erinnerungspolitische Wende um 180°” vorzunehmen oder den “Schuldkult” zu beenden. Wohlgemerkt von Personen, die sich selbst gerne gleichsetzen mit den Verfolgten des Naziregimes. Dieser geschichtrevisionistischen Vereinnahmungen gilt es entschlossen und konsequent entgegenzutreten!
Der 8. Mai ist der Tag der Befreiung. Es wurden allerdings nicht die Mehrheit der Deutschen von einer unverschuldeten Diktatur und Terrorherrschaft befreit, wie es von eben dieser Klientel gerne propagiert wird. Der Nationalsozialismus war kein gegen “das Volk” durchgesetztes Terrorregime. Ein Großteil der Deutschen reihte sich bereitwillig in die Volksgemeinschaft ein und verteidigte bis zuletzt Staat, Nation, Volk und Kapital auf dem Schlachtfeld.
Die Deutung des 8. Mai als Befreiung der Deutschen vom nationalsozialistischen Staat macht Täter*innen zu Opfern und somit diejenigen zu Befreiten von denen eigentlich befreit werden musste. Der 8. Mai war die Befreiung vom faschistischen Regime und seiner Volksgemeinschaft. Befreit wurden all die Menschen, die verfolgt wurden und Widerstand geleistet hatten. Der 8. Mai ist für sie die Befreiung von den “stolzen Deutschen”, den Nationalist*innen und den “besorgten Bürger*innen” dieser Zeit.
Den 8. Mai zu feiern muss auch immer den Dank an diejenigen einschließen, die konsequent gegen den Nationalsozialismus gearbeitet haben und mit ihrem Einsatz den 8. Mai und die Befreiung erst möglich gemacht haben. Das schließt sowohl die Streitkräfte der Anti-Hitler-Koalition, als auch die Partisan*innen, Kommunist*innen, Gewerkschaftler*innen und andere Widerstandskämpfer*innen ein.
Der 8. Mai ist und bleibt Tag der Befreiung, soll gefeiert werden und muss gegen jede geschichtsrevisionistische Vereinnahmung verteidigt werden.
Wir laden Sie deshalb ein, mit uns einige Orte hier in der Duisburger Innenstadt zu besuchen, an denen der Geschichte des Nationalsozialismus und des Widerstands gedacht wird.

8. Mai 2017 | 18 Uhr | Hbf Ostausgang | Gedenkgang & NoPegida-Demonstration | Plakat & Aufruf zum Ausdrucken und Verteilen

26. Mai 2017 | 19 Uhr | Syntopia (Gerokstr. 2, 47053 DU) | Aktions- und Infotresen mit dem Film: Duisburg 1933-45

Protest gegen den AfD-Bundesparteitag in Köln

Gemeinsam mit Genoss*innen von Nationalismus ist keine Alternative und Solidarität statt Hetze waren wir am 22.04.2017 an den Blockaden und Demonstrationen gegen den Bundesparteitag der reaktionären, rassistischen, antifeministischen und antisemitischen Partei AfD in Köln beteiligt. Bereits um 6 Uhr früh trafen sich viele Antifaschist*innen an unserem Treffpunkt um gemeinsam nach Köln zu fahren. Wir beobachten zunehmend, dass immer mehr Menschen die gemeinsame Anreise nutzen. Es freut uns, dass das auch diesmal so war, trotz der frühen Uhrzeit.

Bildquelle: Twitter @161ausbildung

Vor Ort beteidigten wir uns am Nika-NRW Finger und blockierten eine zentrale Zufahrtsstraße zur Deutzer Brücke. Friedlich aber entschlossen hielten wir die Blockade mehrere Stunden und verzögerten und erschwerten die Anreise der AfD deutlich, was wir als Erfolg werten, auch wenn der Parteitag leider nicht komplett verhindert werden konnte. Continue reading

Turn Left. Smash Nationalism. Den AfD-Bundesparteitag in Köln verhindern!

22. April 2017 – Köln – Den AfD-Bundesparteitag verhindern!
Ab dem frühen Morgen: Blockaden
Im Anschluss: Großdemo >>join the anti-racist and anti-capitalist bloc

Am 22. und 23.4.2017 steht Köln ein Ereignis bevor, auf das die Stadt gut verzichten könnte: Der Bundesparteitag der AfD. Die AfD hat Köln als Austragungsort ihres Parteitages nicht zufällig gewählt. Die Domstadt ist seit den sexualisierten Übergriffen in der Silvesternacht 2015/16 in die öffentliche Aufmerksamkeit gerückt. Die Tatsache, dass die Gewalt gegen Frauen in der Silvesternacht von Menschen ausgegangen sein soll, die als „Nordafrikaner“ kulturalisiert wurden, brachte diese Gewalt in den Fokus des deutschen Staates – denn so wurde sie anzeigbar und verfolgbar. Diese Gewalt wurde nur sichtbar als ihre, national gedeutete, Form der Gewalt von „Fremden“. Sie blieb gerade dadurch in ihrer tagtäglichen patriarchalen Erscheinung unsichtbar. Der Sichtbarmachung von sexualisierter Gewalt hat die Poblembewältigung der bürgerlichen Gesellschaft nicht genützt – wohl aber zahlreichen völkischen Gruppierungen, die den sich als Frauenrechte schützend gerierenden Rassismus dankend als Ticket annahmen, mit dem sie an der Debatte der Mitte der Gesellschaft teilnehmen konnten. Die AfD ist die jüngste in dieser Reihe von Hässlichkeiten. Eingemietet hat sie sich in Köln im edlen Maritim-Hotel, das sich nicht zu schade ist, der parlamentarischen Stimme der Koalition aus völkischem Mob und Elite eine Heimat zu bieten. Verwiesen wird darauf, dass die AfD eine demokratische Partei wie alle anderen auch sei.
Der Maritim-Hotelgruppe mögen ihre Geschäftsinteressen wichtiger sein, wir jedoch werden die AfD auf eine Art und Weise willkommen heißen, die diesen völkischen Deppen angemessener ist. In der Vergangenheit ist es linken, emanzipatorischen Kräften schon oftmals gelungen, zu diesem Zweck tausende Menschen auf die Straße zu bringen. Weiterlesen.

Unsere Rede bei der Fastnachttanzdemo für Freiräume und Recht auf Stadt

Am 25. Februar 2017 fand in Duisburg eine von der Freiraumkampagne DU it yourself und der Initiative Seid Nachbarn // Be Neighbours organisierte Fastnachttanzdemo für Freiräume und Recht auf Stadt statt (mehr Infos dazu). Dort haben wir folgende Rede gehalten:

Liebe Freund*innen, Genoss*innen, Nachbar*innen, liebe Mitstreiter*innen für einen soziokulturellen Freiraum in Duisburg,

wir brauchen uns nichts vorzumachen, die Gesamtsituation sieht zurzeit recht düster aus. Wir befinden uns mitten in einem politischen und gesellschaftlichen Rechtsruck. Rassistische Hetze ist allgegenwärtig und die Grenzen des Sagbaren verschieben sich im politischen Diskurs immer weiter nach rechts und legitimieren dadurch eine Politik, die einer menschenverachtenden Logik folgt. Continue reading

Gegen den Landesparteitag der „AfD“ in Oberhausen

Die Debatte darum, wie die Auseinandersetzung mit der AfD zu führen sei, ist in Parteien sowie in der Gesellschaft in vollem Gange. Der Umstand, dass hier eine nicht-neonazistische Partei offen völkisch-rassistische Positionen bezieht, erschwert vielen die Einordnung und inhaltliche Auseinandersetzung. Zur Vorbereitung der Landtagswahlen in Nordrhein Westfalen, hält die „Alternative für Deutschland“ (AfD) am Sonntag den 29.01.2017 den 13. Landesparteitag in Oberhausen ab.

Dieser Landesparteitag soll in der ehemaligen Stadthalle stattfinden, welche nach Luise Albertz, der ersten Oberbürgermeisterin Oberhausens nach dem 2. Weltkrieg, benannt war und deren Vater im NS-Konzentrationslager Bergen-Belsen ermordet wurde.

Der Einlass der rechtspopulistischen Veranstaltung beginnt am Sonntag morgen um 8:00 Uhr, die Eröffnung des Parteitags ist für 10:00 Uhr geplant.

Wir werden am Sonntag, den 29.01. ein klares Zeichen setzen!
Aufruf der NIKA-Kampagne zur antirassistischen Demonstration.
Achtet auf noch folgende Ankündigungen der Antifa Oberhausen.

Für ein solidarisches und weltoffenes Oberhausen!
Nationalismus ist keine Alternative!

Unsere Rede bei der Refugee Strike Demo gegen die Wohnsitzauflage

Am 19. November 2016 fand in Düsseldorf eine Refugee Strike Demonstration gegen die Wohnsitzauflage statt (mehr Infos dazu). Dort haben wir folgende Rede gehalten:

Liebe Freundinnen und Freunde, dear friends,

Im Namen der Antirassistischen Intervention Duisburg möchte ich euch unsere Solidarität und Unterstützung im Kampf gegen das menschenfeindliche Integrationsgesetz aussprechen. Continue reading

Support Refugee Strike NRW Conference & Demonstration! Gegen die Wohnsitzauflage!

Beteiligt euch an den Aktionen von Refugee Strike NRW gegen die Wohnsitzauflage!

Refugee Strike NRW Conference am Samstag, den 12. November 2016 von 14 bis 20 Uhr an der Universität Duisburg-Essen. Ausführliche Infos in der Facebook-Veranstaltung zur Konferenz.

Demo “Wir wollen hier bleiben!” gegen die Wohnsitzauflage am Samstag, den 19. November 2016 ab 15 Uhr in Düsseldorf am „Platz der deutschen Einheit”. Vollständiger Aufruf in der Facebook-Veranstaltung zur Demo.